Alt- und Totholz: Spiele und Aktivitäten
Spiel: Totholz
Inhalt: Untersuchen von Totholz im Wald
- Absicht: Bedeutung des Totholzes im Wald verdeutlichen
- Art der Aktivität: spannend, anregend
- Teilnehmerzahl: bis 5 - 20 Personen
- Teilnehmeralter: ab 7 Jahre
- Zeit: ca. 60 Minuten
- Material: je Gruppe Becherlupe (Binokular), Pinzette, Taschenmesser, Filmdosen, Schalen
- Vorbereitung: Suchen eines geeigneten Waldbestandes Anlage kopieren
- Äußere Bedingungen: Von Frühjahr bis Herbst möglich, am besten trockenes Wetter
Ablauf:
1. Suche nach Totholz:
- Sie fordern die Gruppe auf, im Wald nach abgestorbenem Holz zu suchen. In Frage kommen Baumstümpfe, Baumstämme, Äste, Zweige u. a.
- An Stellen, wo totes Holz vorgefunden wurde, nimmt sich die Gruppe Zeit zu verweilen. Es wird untersucht und gefragt, warum dieses Holz tot ist.
- Eine Geschichte über das Ereignis wird ausgedacht. Realität und Fantasie können sich dabei vermischen. Es sind z. B. der Wind, der Schnee, der Blitz oder ein Tier, das den Baum zum Absterben gebracht hat.
2. Untersuchung der Teile:
- Die Gruppe wird in Kleingruppen von 3 bis 4 Teilnehmern aufgeteilt.
- Jede Kleingruppe erhält das für die Untersuchung notwendige Material.
- Jede Gruppe nimmt sich ein Totholzteil vor und beginnt, es zu untersuchen.
Folgende Untersuchungsschwerpunkte können nacheinander festgestellt werden:- Festigkeit
- Farbe
- Spuren (Fraß, Bearbeitung, Bewuchs)
- Geruch
3. Sammeln und Untersuchen der im Totholz lebenden Bewohner:
- Die Gruppe beginnt nun mit Hilfe von Pinzette und Messer die Totholzteile zu zerlegen und vorsichtig nach Bewohnern zu untersuchen. Die vorgefundenen Lebewesen werden in Becherlupen, Schalen und Dosen gesammelt, untersucht und bestimmt.
- Dabei werden die Fundorte der Lebewesen auf einer selbstgezeichneten oder der beiliegenden Skizze vermerkt.
Hinweise:
- Die vorgefundenen Lebewesen im Totholz müssen nicht exakt bestimmt werden. Es genügt Tiergruppen wie Käfer, Larven, Pilze usw. herauszuarbeiten.
- Darauf hinweisen, dass die gefundenen Tiere unversehrt wieder in den Wald entlassen werden.
Vertiefungsmöglichkeit:
- Totholz als Teil des geschlossenen Kreislaufs von Werden und Vergehen erkennen. Ausgehend vom Samen oder der Frucht eines Nadelbaumes folgt ein kleines Pflänzchen, dann ein großer Baum. Daran reiht sich ein frisch abgestorbenes und dann allmählich sich zersetzendes Holz bis zum fruchtbaren Humus. Der Kreis schließt sich wieder bei der Besiedelung dieses Waldbodens mit Pflanzen. Durch auslegen der einzelnen Stadien um einen Baum kann dieser Kreislauf verdeutlicht werden.
Literaturhinweis:
KNIRSCH, R.; Unsere Umwelt entdecken, Krüger Verlag, Frankfurt 1988
Stationen: Wald - Bäume
Stationen: Wald - Themen
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