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Alt- und Totholz - voller Leben

Entlang des Pfades wurden mehrere Altbäume gefällt, bzw. in einigen Metern Höhe mit Maschineneinsatz gebrochen. So konnte die Situation etwa nach einem Sturmwurf simuliert werden. Anders als im Wirtschaftswald, wo solches Material weitgehend aufgearbeitet und verwertet wird, bleibt es nun liegen und kann sukzessive von Totholzbewohnern (Bakterien, Pilzen, Insekten, etc.) besiedelt und letztendlich zersetzt werden. Im Abstand einiger Jahre werden weitere Bäume gefällt, um unterschiedliche Zersetzungsstadien zu zeigen. Aus Sicherheitsgründen ist es nicht möglich abgestorbene Bäume als Ganzes stehen zu lassen.

Eine Infotafel erläutert die komplexen Zusammenhänge, um bei den Waldbesuchern dafür Verständnis zu wecken, dass es sinnvoll ist, gelegentlich Holz im Wald verrotten zu lassen: Totholz ist Lebensraum für viele, z.T. sehr seltene, Insektenarten (z.B. Hirschkäfer, Heldbock).

Und wenn der Sturm
Im Walde braust und knarrt,
Die Riesenfichte stürzend
Nachbaräste
Und Nachbarstämme
Quetschend nieder streift,
Und ihrem Fall
Dumpf hohl der Hügel donnert:
Dann führst du mich
Zur sichern Höhle,
Zeigst mich dann mir selbst,
Und meiner eignen Brust
Geheime, tiefe Wunder
Öffnen sich.

J.W. v. Goethe (Faust I)
Alt- und Totholz als Lebensraum Alt- und Totholz als Lebensraum Alt- und Totholz als Lebensraum
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