Spiel: Tieren auf der Spur
Inhalt: Tierspuren suchen im Wald.
- Absicht: Wahrnehmung dafür schärfen, dass Tiere ihren Lebensraum verändern und Spuren hinterlassen
- Art der Aktivität: beobachtend, den Sehsinn fördernd
- Teilnehmerzahl: bis 12 Personen evtl. die Gruppe teilen
- Teilnehmeralter: ab 4 Jahre
- Zeit: ca. 30 Minuten
- Material: siehe Anlage 1
- Vorbereitung: Auslegen des Materials an typischen, geeigneten Stellen, entlang einer vorher ausgesuchten Strecke im Wald, evtl. für 2 Gruppen getrennt.
- Äußere Bedingungen: nicht zu nass
Ablauf:
- Die Gruppe wird aufgefordert, entlang einer vorher "präparierten" Strecke auf möglichst viele Tierspuren zu achten und diese, wenn möglich, einzusammeln und mitzunehmen.
- An einem geeigneten Ort werden dann im Gespräch die Spuren auch mit Hilfe von Bestimmungsbüchern bestimmt.
Variation:
- Es wird keine Strecke durchwandert, sondern in einem abgegrenzten Gebiet sind die Spuren zu suchen.
Hinweise:
- Die Teilnehmer sollen erkennen, dass mit Tierspuren nicht nur Trittspuren gemeint sind, sondern auch alle anderen Formen wie Fraßspuren, Kot, Teile von Tieren und Behausungen.
- Der Weg sollte so gewählt werden, dass bereits viele Spuren zu finden sind und nicht zu viele ausgelegt werden müssen.
- Bei der Bestimmung der Tierspuren sollte sich der Betreuer soweit als möglich zurückhalten und auf die Beantwortung von Fragen beschränken. Nebenbei hat er Gelegenheit, auch einige Besonderheiten zu erklären, die beim Sammeln der Spuren nicht gleich ins Auge fallen.
Mögliche Tierspuren:
- ein grüner Teppich aus abgebissenen Jahrestrieben (Eichhörnchen)
- Baum mit Hackspuren des Schwarzspechts stehender, toter Baum mit Buntspecht-Fraßspuren (Bedeutung des Totholzes)
- Federn von verschiedenen, am jeweiligen Ort heimischen Vogelarten
- Fichtenzapfen, von der Waldmaus benagt Fichtenzapfen, vom Fichtenkreuzschnabel bearbeitet
- Fichtenzapfen, vom Eichhörnchen benagt
- Fichtenzapfen, vom Buntspecht bearbeitet Knochen von Waldtieren, z. B. Schädel eines Rehes
- Abwurfstange vom Reh und Rothirsch
- Kot vom Hasen, Reh und Rothirsch
- verbissene Gehölze
- Rinde mit Borkenkäferfraßspuren
- Bruthöhle eines Buntspechts (Bedeutung für Höhlenbrüter)
- halb offener Bau der Rossameise in einem Baum
- Gewölle und Federn verschiedener Käuze